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Warum wird Kinderturnen immer wichtiger?

Die gesundheitliche Situation der Schulanfänger 2003 ist gekennzeichnet von häufig festgestellten Sprachstörungen (25%), Herabsetzung der Sehschärfe (22%), psychovegetative Auffälligkeiten und motorisch-koordinative Entwicklungsrückstände (jeweils 13%). Die Rückstellungsempfehlungen beruhten fast zur Hälfte (!) auf diesen motorisch-koordinativen Entwicklungsrückständen. Dabei werden als Gründe die aktuellen Lebens- und Umweltbedingungen wie unzureichende körperliche Bewegung genannt, die bereits im Kleinkindalter durch eingeschränktes Bewegungsverhalten und eine bewegungsarme Freizeitgestaltung mit passivem unkontrolliertem Medienkonsum gekennzeichnet ist. Bewegungsmangel ist zudem ein bedeutender Risikofaktor für die Entstehung von Herz-Kreislauf- und Erkrankungen der Hirngefäße.

In zahlreichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass eingeschränkte Wahrnehmungs- und Bewegungserfahrungen im Kindesalter zu einer körperlichen Leistungsbeeinträchtigung sowie zu motorischen Defiziten und Auffälligkeiten führen können. Diese wiederum wirken sich insbesondere negativ auf die Entwicklung des Sozialverhaltens aus. Kinder mit Bewegungsmangel sind zudem häufig übergewichtig.

Diese durch aus gesellschaftliche Schwäche kann einerseits durch größere Aktivitäten in den Kinderbetreuungseinrichtungen gemildert werden. Aber auch jede Familie soll durch ihre Lebenseinstellung und eigene Aktivitäten zu mehr Bewegung beitragen. Wir bieten die  Plattform dazu. Die Kinder erleben in unseren Kindersportkursen, wie viel Spaß Sport in der Gemeinschaft macht und die Eltern bekommen Anregungen auch für zu Hause.

frühkindliche Sportaktivitäten als gelungener  Übergang in das Breiten- und Leistungssportsystem im Schulkinderalter

Susi Schmidt fand in ihrer B.A.-Thesis 2010 an der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg heraus, dass über 91 % der ehemaligen "Springmäuschen" auch später in ihrer Schulzeit noch sportlich aktiv sind. "Diese aussagefähige Zahl bestätigt, dass der Sport in jungen Jahren den Grundstein für eine aktive Kindheit legt."

Nutzen für die Kindergärten

Schon Kindergartenkinder bewegen sich heute viel zu wenig. Viele Fachleute beklagen das und verweisen auf die Folgen: Bei den 4- und 5-jährigen, das zeigen die Vorsorgeuntersuchungen U8 und U9, gibt es immer mehr Kinder, die Schwierigkeiten haben, rückwärts zu gehen, auf einem Bein zu hüpfen, einen Ball zu werfen oder zu fangen. 60 Prozent der Schulanfänger haben Haltungsschäden, 40 Prozent ein schwaches Herz-Kreislauf-System, 40 Prozent weisen Muskel- sowie Koordinationsschwächen auf und knapp ein Drittel der Erstklässler ist übergewichtig. Würden sich Kinder ausreichend bewegen, träten diese Probleme nicht derart massiv auf.

Diplom-Psychologe Torsten Kunz, der sich schwerpunktmäßig mit der Bewegungsentwicklung von Kindern befasst, weist auf Fernseher, Video und Computerspiele hin, die viele der früher üblichen Bewegungsspiele ersetzen. Dazu kommt, dass die Wohnungen und auch die nähere Umgebung oft nur wenig Bewegungs- und Spielmöglichkeiten bieten.

 

Nutzen für die Eltern - Anleitung
Das Elternhaus kann viel dazu beitragen, dass sich unsere Kinder wieder mehr bewegen. Und die Anregungen werden bei den Springmäuschen vermittelt.
Nutzen für Städte und Gemeinden

Kinderangebote sind ein Kriterium für den Zuzug junger Familien. Und Gemeinden und Sportvereine sollten sich in ihren Sportangeboten für Kinder nicht in erster Linie auf die Ausbildung besonderer Fertigkeiten in bestimmten Sportarten konzentrieren, sondern für mehr Möglichkeiten zum freien Spiel sorgen.

 
Quelle: mobile 2002

Hamburger Tageblatt

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Nutzen für die Kinder - Kommunikation

Dabei ist Bewegung lebenswichtig für ein Kind - nicht nur für seine körperliche, sondern auch psychische, soziale und kognitive Entwicklung. Bewegung ist nämlich viel mehr als bloß eine Sache von Muskelkraft und Ausdauer, Gleichgewicht und Schnelligkeit - Renate Zimmer formuliert als Professorin für Sportwissenschaft an der Universität Osnabrück: Bewegung bedeutet für Kinder einen wesentlichen Zugang zur Welt. Vor allem in den ersten Lebensjahren nimmt ein Kind die Welt mit all seinen Sinnen auf. Schon Kleinkinder brauchen deshalb möglichst viele Gelegenheiten zum "Handeln".

 

Nutzen für die Kinder - Selbstbewusstsein
Aber nicht nur Kleinkinder, auch Kinder im Vorschulalter brauchen und wollen viele sinnvolle und bewegungsintensive Erfahrungen. Sie rennen, springen, werfen, balancieren, buddeln, matschen, ... wo immer sich Gelegenheit bietet. Dabei lernen sie gleichzeitig sich selber kennen und ihre Fähigkeiten einzuschätzen. Sie entwickeln mit zunehmendem Können ihr Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen, erfahren aber auch ihre Grenzen. Sie lernen gemeinsam mit anderen etwas zu tun und sich mit ihnen zu messen. Sie produzieren etwas, sie drücken sich aus und erschließen sich ihre Umwelt. Sie kräftigen durch die Bewegungsspiele auch ihre Muskeln und beugen so Haltungsschwächen und Fußfehlstellungen vor. Sie trainieren ihr Herz-Kreislauf-System, werden dadurch körperlich belastbar, ermüden nicht so schnell und brauchen kürzere Erholungsphasen. Außerdem sind Kinder, die sich viel bewegen und dadurch ihre körperlichen Fähigkeiten sowie den Gleichgewichtssinn schulen, deutlich weniger unfallgefährdet.

 

Nutzen für die Kinder - Reduzierung des Unfallrisikos

Viele Unfälle im Kindergarten, in der Freizeit oder im Straßenverkehr ließen sich vermeiden, wenn sich die Kinder besser bewegen könnten. Das hat ein Forschungsprojekt an 12 Frankfurter Kindergärten mit insgesamt 400 Kindern ergeben.

Das geringere Unfallrisiko lässt sich damit erklären, dass die meisten Unfälle im Kindergarten beim Spielen oder bei alltäglichen Bewegungen wie Rennen und Laufen geschehen. 70 Prozent der Unfälle sind auf Stürze zurückzuführen, 16 Prozent auf Stöße, Schläge oder Zusammenstöße. Mitverantwortlich sind hierbei oft mangelnde motorische Fähigkeiten: Ein Kind, das seine Bewegungen nur schlecht koordinieren kann, fängt sich bei Stürzen nicht mit den Armen ab, sondern prallt mit dem Kopf auf; ein Kind, das nicht gelernt hat, seine Bewegungen zu steuern und abzubremsen, stößt beim Laufen leicht gegen ein Hindernis oder einen Spielkameraden; ein Kind, dessen Gleichgewichtssinn unzureichend geschult ist, stürzt leicht von Geräten.

 

Impressum, letzte Aktualisierung: 30.03.2011, ® Springmäuschen - Hier turnen Kinder von 0 bis 6